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Engel in der Schlacht...
Save me from the End...


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CHAPTER ONE:

„Ich frage euch: Wollt ihr den totalen Krieg? Wollt ihr ihn, wenn nötig , totaler und radikaler, als wir ihn uns vorstellen können? Diese Rebellion wird ein Ende haben! Für den Endsieg! Sieg Heil!“, tönte es aus dem Radio.
„Mach den Scheiß aus du Penner“, rief ich zu Andy rüber, und zündete mir eine Kippe an. „Aber vielleicht...“, begann er, doch ich unterbrach ihn: „Du glaubst doch nicht im Ernst, dass die etwas über den Gestapo-Munitionstransporter im Radio bringen, den wir heute in die Luft gejagt haben?“

Sommer 2007, Untergrund Saarbrücken...
Fühlt sich an wie gute 70 Jahre früher... “Heil Hitler“ ging damals durch die Straßen. Und die Zeiten ändern sich. Im Jahr 2006 kam durch die Neuwahl eine neue Partei an die Macht, mit ähnlichen Zielen wie damals noch die NSDAP. Ihr Führer? Markus Schmeer. Es schien als wäre vor der Wahl ganz Deutschland einer Gehirnwäsche unterzogen worden. Seine Ziele und Prinzipien waren klar, so fielen nach dem Alpenkrieg im Februar 2007 auch Österreich und die Schweiz unter Schmeer’s Gewalt. Doch Staatsfeind Nummer Eins blieben für Schmeer immer die Feinde im eigenen Land. Doch vor den Juden musste erst eine andere Gruppe beseitigt werden. Eine Gruppe die gegen seine Reformen standen. Punks, und alle die auch nur ein bischen etwas mit der Richtung zu tun hatten wurden abgeurteilt. Du musstest kein Punk sein, um gegen Schmeer zu sein, und somit zur linken Szene zu gehören. Bisher gab es noch keine Gesetze gegen uns. Deswegen tobt seither ein Untergrundkrieg. Und wir? ... mittendrin ...

„Lass uns nach Hause gehen Andy, ich hab langsam echt Hunger!“. Ich drückte meine Kippe aus. „Stephan?“ Ein Stockwerk tiefer hörte ich ihn rufen zur Bestätigung. „Pack zusammen, wir hauen ab!“

Draußen war es trotz Sommer recht kühl. Das Haus das wir eben verlassen hatten, war das Anwesen des Herrn Oberst von Kroop. Der Oberst? Lag nun mit einigen Verletzungen bewusstlos in seiner Küche. Sein Haus? War nun auf 2 Stockwerken verteilt von 4 Personen geplündert worden. 4 Personen? Andy, Stephan , Rubs und ich.

Mein Name ist Jan... Nachname unwichtig. Auch bekannt unter den Namen LoKi, Bambi oder Dragon. Baujahr 1990, demnach war ich 17 Jahre alt. Zog mit 16 von daheim aus. Schulterlange dunkelbraune Haare. Undefinierbare Augenfarbe. Wir hatten ne kleine Band. Andy, Stephan, Rubs und ich. Kopfgeld? 10.000 deutsche Reichsmark.

Stephan... Nachname unwichtig. Auch bekannt unter dem mysteriösen Namen „booz3r“. Baujahr 1987, also 20 Jahre alt. Eltern aufgrund von „Dienstverweigerung“ seit Dezember 2006 im Knast. Kurze dunkelbaune Haare. Grüne Augen. Fährt nen schwarzen VW Golf von 98. Vorbestraft wegen Verbreitung regierungsfeindlicher Parolen. Kopfgeld? 15.000 deutsche Reichsmark.

Ruben, aber nennen wir ihn Rubs. Auch 17 Jahre alt. Lange braune Haare. Keine Ahnung welche Augenfrabe der hat. Kopfgeld? 10.000 deutsche Reichsmark.

Andy...Nachname unwichtig. Zumal es der selbe ist wie meiner. Mein 15 Jahre alter Bruder. Mittellange schwarze Haare, die immer egal wohin abstehen. Blaue Augen. Kein Kopfgeld. Ich achte halt auch ein wenig darauf meinen kleinen Bruder nicht zu sehr in Schwierigkeiten zu bringen.

Stephan, Rubs und Andy stiegen in den schwarzen Golf. Ich griff nach meinem Helm und setzte mich auf meinen Roller. So fuhren wir los in Richtung unsrer Wohnung. Bei der erstbesten Ampel hielt ich jedoch neben dem Golf, und Stepahn kurbelte das Fenster runter. „Fahren wir noch zu McDoof?“, hörte ich Andy auf der Rückbank fragen. „Maul dahinten!“, antwortete Stephan, „was gibt’s?“ – „Fahrt schonmal vor. Meinetwegen auch zu McDoof. Ich hab noch was zu erledigen. Wir sehen uns später“ Ich drehte meinen Roller um und gab Gas in Richtung Gersweiler. Erst wollte ich bei der Tanke von meiner Cousine halt machen und ein bischen Benzin tanken.. Dann wollte ich geradewegs weiter nach Klarenthal. Ich wusste, dass „sie“ da war um bei ihrer Schwester nen paar Lebensmittel zu besorgen. So könnte ich sie grad abholen, und die Lebensmittel wären auch früher zuhause gewesen. Meine Cousine kannte mich gut genug, und auch wenn sie nicht da war standen an der Tanke gut deponiert zwei Kanister für mich bereit. Ich füllte den Inhalt in meinen Roller und setzte mich darauf um weiter nach Klarenthal zu fahren..
Da stand ich vor dem Haus. Vor der Garage stand ein mir recht bekannter blauer Peugeot, und das, das sagte mir ein Gefühl in der Magengrube, war kein gutes Zeichen. Ich strich mir die Haare aus dem Gesicht, richtete meinen Mantel, und ging geradewegs zur Haustür um zu klingeln. Kurz darauf stand „Sie“ auch schon an der Tür.

Lisa...Nachname unwichtig. Auch Yuna oder Yunchen genannt. 16 Jahre alt, rund einen Kopf kleiner als ich. Dunkelbraune Haare und braune Augen. Muss ich noch mehr über sie erzählen?

„Ich komm um dich abzuholen“, sagte ich zu ihr, „alles in Ordnung?“ Ich bemerkte eine Träne in ihrem Gesicht, kam aber nicht dazu näher darauf einzugehen. Ich hörte Füße die Treppe runterkommen, und einen Augenblick später stand ihr Vater hinter ihr. „So sehen wir uns also wieder!“ Er sah mich von oben bis unten an. „Ich habe so rein zufällig mitbekommen, dass ein Kopfgeld auf dich ausgesetzt wurde.“ – „Ich nehme an bei dieser Sache sind sie nicht ganz unschuldig gewesen.“ Ich sah ihm finster in die Augen. „Lisa pack deine Sachen, wir fahrn heim!“, sagte ich ohne sie anzusehen. Der Blickkontakt brach nicht ab. „Ich sagte dir, dass ich dafür sorgen werde, dass du gefickt wirst. Und meine Tochter geht nirgendwo hin!“ Er packte sie an einem Arm. „Ich denke ihre Tochter ist alt genug um selber zu entscheiden, was sie tun wird.“ Einen Augenblick später sank er zu Boden. „Was war das?“, fragte ich sie. „Betäubungsspritze“, sie wischte sich mit der andren Hand die Tränen aus dem Gesicht, „hat mir Andy heut morgen aus seinem Labor mitgegeben.“- „Dieser Spinner!“, ich grinste , „hol jetzt deine Sachen und lass uns verschwinden.“ Während sie die Treppe hochlief um ihre Tasche zu holen, bückte ich mich um meine Stiefel wieder fest zu schnüren. Sie kam zurück, und ich gab ihr nen zweiten Helm. Als wir uns auf den Roller setzten hörte ich etwa 10 Meter entfernt ein Aufstöhnen. „Andy meinte diese Dinger wären noch in der Testphase“, sagte sie. „Ich merks“ Er stand wieder auf den Beinen. „Ach und dass ich gefickt werde, ja? Lassen sie das nächste mal lieber Lisa das erledigen, sie kriegts nämlich auf die Reihe. Tut mir Leid aber ich bumse net so gerne mit Jungs rum!“, Ich klappte das Visier runter , „Halt dich fest!“, sagte ich zu ihr und wir verschwanden in der Nacht.




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